15 Вправа – Produktionsplanung, Materialeinsatz und Qualitätskontrolle
Lesen Sie das folgende Sitzungsprotokoll. Entscheiden Sie bei den Aufgaben 14–18, welche Aussage mit den Informationen im Text übereinstimmt. Wählen Sie jeweils eine Antwort: a, b oder c. Tragen Sie Ihre Auswahl in den Antwortbogen ein.
Protokoll der Teambesprechung
Unternehmen: Formstück Keramik GmbH
Datum: 14. Mai 20XX, 13:00–14:20 Uhr
Ort: Besprechungsraum neben der Werkstatt
Anwesende:Lena Breuer (LB, Geschäftsführung)
Tarik Hansen (TH, Produktionsleitung)
Miriam Vogt (MV, Qualitätssicherung)
Stefan Krüger (SK, Einkauf)
Dalia Roth (DR, Vertrieb)
Sitzungsleitung: Lena Breuer
Protokollführung: Stefan Krüger
Tagesordnung
- Produktionsrückstände
- Trocknungszeiten vor dem Brennen
- Test eines neuen Verpackungsmaterials
- Kontrolle von Oberflächenfehlern
- Kennzeichnung von Sonderanfertigungen
- Sonstiges
TOP 1 – Produktionsrückstände
TH berichtet, dass sich die Fertigstellung mehrerer Aufträge in den vergangenen Wochen verzögert hat. Zunächst wurde vermutet, dass die Kapazität der Brennöfen nicht ausreicht. Die Auswertung zeigt jedoch ein anderes Problem. Bei einigen größeren Serien wurden die noch feuchten Keramikteile zu spät aus den Formen genommen. Dadurch blieb vor dem vorgesehenen Brenntermin nicht genügend Zeit zum vollständigen Trocknen. Die betreffenden Stücke konnten deshalb nicht wie geplant gebrannt werden und mussten auf einen späteren Termin verschoben werden. Künftig soll bereits bei der Produktionsplanung genauer berücksichtigt werden, wann die Teile geformt und aus der Form genommen werden müssen. Ein zusätzlicher Brennofen ist nach derzeitigem Stand nicht erforderlich. Nach einem Monat werden die Auswirkungen der neuen Planung ausgewertet.
TOP 2 – Trocknungszeiten vor dem Brennen
MV weist darauf hin, dass bisher für viele Produkte dieselbe Mindesttrocknungszeit angesetzt wurde. In der Praxis benötigen dickwandige Gefäße jedoch deutlich länger als dünne Tassen oder kleine Schalen. Ab Juni werden deshalb drei Produktgruppen mit jeweils unterschiedlichen Mindesttrocknungszeiten eingeführt. Erst wenn die für die jeweilige Gruppe vorgesehene Mindestzeit abgelaufen ist, darf ein Stück für den Brenntermin freigegeben werden. Bei besonders hoher Luftfeuchtigkeit kann die Produktionsleitung die Trocknungszeit zusätzlich verlängern. Eine Verkürzung unter die festgelegte Mindestzeit ist dagegen auch bei dringenden Aufträgen nicht vorgesehen.
TOP 3 – Test eines neuen Verpackungsmaterials
SK stellt ein neues Polstermaterial für den Versand vor. Es besteht überwiegend aus Papierfasern und ist beim Einkauf pro Verpackung etwas teurer als das bisher verwendete Kunststoffmaterial. Der Anbieter gibt jedoch an, dass es schneller verarbeitet werden kann und für dieselbe Schutzwirkung weniger Material benötigt wird. Zunächst werden 60 Versandkartons mit dem neuen Material vorbereitet. Dabei werden Verpackungszeit, tatsächlicher Materialverbrauch und die Zahl beschädigter Produkte beim Transport dokumentiert. Erst nach Abschluss dieser Auswertung wird entschieden, ob das Material dauerhaft eingesetzt wird. Der Einkaufspreis ist dabei nur eines von mehreren Kriterien.
TOP 4 – Kontrolle von Oberflächenfehlern
MV berichtet, dass kleinere Unebenheiten an handgefertigten Produkten bisher nicht immer einheitlich beurteilt wurden. Künftig wird klarer zwischen rein optischen Abweichungen und solchen Fehlern unterschieden, die Nutzung oder Haltbarkeit beeinträchtigen. Kleine Unregelmäßigkeiten auf einer nicht sichtbaren Unterseite können akzeptiert werden. Risse, scharfe Kanten oder Fehler an der Trinkfläche führen dagegen weiterhin dazu, dass ein Produkt aussortiert wird. Zur Orientierung erstellt die Qualitätssicherung eine interne Bildübersicht mit typischen Beispielen. Diese Übersicht unterstützt die Beschäftigten bei der Beurteilung, ersetzt aber nicht die eigentliche Qualitätskontrolle jedes Produkts.
TOP 5 – Kennzeichnung von Sonderanfertigungen
DR berichtet, dass Sonderbestellungen mit individuellen Farben oder Logos vereinzelt mit Standardware verwechselt wurden. Ab Juni erhält deshalb jeder Sonderauftrag vor Produktionsbeginn einen farbigen Begleitzettel. Darauf stehen die Auftragsnummer und die wichtigsten Sondermerkmale. Der Begleitzettel bleibt während Formung, Brennen und Verpackung beim Auftrag. Die Informationen werden jedoch weiterhin zusätzlich im digitalen Auftragssystem gespeichert. Die neue Kennzeichnung ergänzt also das bestehende System und ersetzt es nicht. Vor dem Versand kontrolliert der Vertrieb, ob Begleitzettel und digitaler Auftrag übereinstimmen. Für die zusätzliche Kennzeichnung wird dem Kunden keine eigene Gebühr berechnet.
TOP 6 – Sonstiges
LB bittet darum, Produktionsverzögerungen künftig systematisch nach ihrer Ursache zu erfassen. TH ergänzt die Produktionsübersicht um die Kategorien Trocknung, Material, Technik und kurzfristige Kundenänderung. Nach zwei Monaten wird ausgewertet, welche Ursache tatsächlich am häufigsten zu Terminverschiebungen geführt hat. Erst auf Grundlage dieser Auswertung sollen weitere organisatorische Maßnahmen beschlossen werden. Die nächste Sitzung findet am 26. Juni um 13:00 Uhr statt.
- Die Verzögerungen bei mehreren Aufträgen entstanden vor allem, weil
- Für die neuen Trocknungszeiten gilt, dass
- Über das neue Verpackungsmaterial
- Bei der Qualitätskontrolle
- Bei Sonderanfertigungen
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