13 Упражнение Kinder gestalten mit
Lesen Sie beide Artikel. Entscheiden Sie anschließend bei den Aufgaben 6–10, welche Antwort a, b oder c jeweils zum Text passt.
Aus einem Karton wird eine Stadt
Zuerst ist die große Kiste ein Bus. Wenig später liegt sie auf der Seite und dient als Verkaufstheke. Am Nachmittag wird daraus ein Haus, dessen Eingang nur durch Kriechen erreichbar ist. Erwachsene sehen in einem leeren Karton häufig Verpackungsmaterial. Im Spiel kann derselbe Gegenstand dagegen verschiedene Aufgaben übernehmen. Seine Verwendung steht nicht von Anfang an fest, sondern entsteht durch Ideen, Absprachen und gelegentliche Auseinandersetzungen zwischen den beteiligten Kindern.
Solche offenen Spielmöglichkeiten unterscheiden sich von Angeboten, bei denen ein bestimmtes Ergebnis vorgesehen ist. Bei einem Bausatz zeigt das Bild auf der Schachtel, was entstehen soll. Das kann Orientierung geben und eine interessante Herausforderung bieten. Ein Material ohne feste Anleitung verlangt etwas anderes: Die Kinder müssen zunächst selbst entscheiden, was sie damit anfangen möchten. Keine der beiden Formen ist deshalb grundsätzlich wertvoller. Sie eröffnen unterschiedliche Arten der Beschäftigung.
Allerdings führt eine große Menge frei verfügbarer Dinge nicht zwangsläufig zu einem gemeinsamen Spiel. Wenn Material unübersichtlich verteilt ist oder ständig etwas Neues hinzukommt, kann es schwierig werden, bei einer Idee zu bleiben. Ebenso braucht ein begonnenes Vorhaben manchmal einen geschützten Platz. Muss eine mühsam gebaute Landschaft sofort wieder verschwinden, weil der Tisch anderweitig benötigt wird, endet das Spiel aus einem äußeren Grund und nicht unbedingt aus mangelndem Interesse.
Die Rolle der Erwachsenen besteht dabei nicht nur darin, Material bereitzustellen. Gelegentlich müssen sie helfen, Platz zu schaffen oder einen Streit über die Nutzung zu klären. Übernehmen sie jedoch sofort die Planung, kann aus dem eigenen Vorhaben der Kinder rasch eine Aufgabe nach fremden Vorstellungen werden. Unterstützung bedeutet hier, das Spiel zu ermöglichen und bei Bedarf ansprechbar zu bleiben. Was aus dem Karton entsteht, darf trotzdem offenbleiben. Gerade diese Unbestimmtheit gibt den Kindern Raum, eine begonnene Geschichte zu verändern oder gemeinsam etwas völlig Neues auszuprobieren.
Mitreden heißt noch nicht mitentscheiden
Auf einer Zeichnung ist der neue Hof bereits fertig: In der Mitte stehen Spielgeräte, am Rand einige Bänke. Erst jetzt werden die Kinder gefragt, welche Farben ihnen gefallen. Sie dürfen ihre Meinung äußern, haben aber auf die grundlegende Gestaltung kaum noch Einfluss. Solche Situationen zeigen, weshalb bei Beteiligungsprojekten genau geklärt werden muss, worüber tatsächlich entschieden werden kann. Eine freundliche Einladung zum Mitreden sagt darüber zunächst wenig aus.
Kinder an der Planung ihrer Umgebung zu beteiligen bedeutet nicht, jeden Wunsch umzusetzen. Für einen Schulhof stehen beispielsweise nur eine bestimmte Fläche und ein begrenzter Geldbetrag zur Verfügung. Außerdem müssen unterschiedliche Nutzungen miteinander vereinbar sein. Ein Ballspiel braucht Bewegungsraum, während andere Kinder einen ruhigen Rückzugsort suchen. Diese Bedingungen sollten möglichst früh verständlich werden. Werden Grenzen erst nach der Ideensammlung genannt, können auch nachvollziehbare Ablehnungen wie eine nachträgliche Entwertung der Beiträge wirken.
Damit nicht nur besonders redegewandte Kinder gehört werden, sind verschiedene Formen der Beteiligung sinnvoll. Manche erklären ihre Vorstellungen gern vor einer Gruppe. Andere zeigen auf einem Rundgang, wo sie sich unwohl fühlen, oder halten ihre Ideen in Zeichnungen fest. Solche Beiträge lassen sich nicht allein danach bewerten, wie ausführlich sie formuliert sind. Eine einfache Skizze kann ein konkretes Problem sichtbar machen, das in einer längeren Diskussion bisher übersehen wurde.
Nach der Sammlung beginnt ein weiterer wichtiger Teil des Verfahrens: Die Vorschläge müssen geprüft und Entscheidungen erläutert werden. Auch wer sich mit seiner Idee nicht durchsetzt, sollte erfahren, was daraus geworden ist. Dabei reicht ein allgemeiner Hinweis auf fehlendes Geld nicht immer aus. Vielleicht lässt sich ein Teil des Vorschlags umsetzen oder für einen späteren Zeitpunkt vormerken. Entscheidend ist, dass die Beiträge einen erkennbaren Weg durch die Planung nehmen. Beteiligung verliert an Glaubwürdigkeit, wenn nach einer lebhaften Veranstaltung nichts mehr zu hören ist. Sie wird dagegen nachvollziehbar, wenn deutlich bleibt, welche Anregungen übernommen wurden, welche nicht und aus welchen Gründen. Das Ergebnis muss nicht allen gefallen, damit das Verfahren verständlich und ernst gemeint sein kann.
- Spielmaterial ohne feste Anleitung
- Ein begonnenes Spiel kann vorzeitig enden, weil
- Die Farbwahl für einen bereits geplanten Hof zeigt, dass
- Unterschiedliche Beteiligungsformen sollen
- Nach der Prüfung der Vorschläge sollten Verantwortliche
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